Die Methode der Historischen Spurensuche verfolgt den Ansatz der historischen Raumorientierung. Damit sollen Voraussetzungen geschaffen werden, dass die Schülerinnen und Schüler den sie umgebenden urbanen Raum in seiner historischen Entstehung deuten können. Das Erlernen geschichtwissenschaftlicher Arbeitsmethoden wie beispielsweise die Recherche im Internet, Archiv und der Bibliothek, sollen die SchülerInnen zur eigenständigen Erkundung der Industrie- und Stadtgeschichte befähigen.

Im Rahmen dieser historischen Spurensuche sollen unter Anderem historische Fotografien aus unterschiedlichen Epochen, die städtische Industrieviertel und gründerzeitliche Wohnviertel zeigen, gesucht werden. Dann sollen aus der möglichst selben Position heraus aktuelle Fotografien gemacht und die dabei festzustellenden Unterschiede mittels weiterer Detailaufnahmen verdeutlicht werden. Nachfolgend sind Gründe und Ursachen der festzustellenden Veränderungen zu analysieren. Methoden werden hierbei vor allem die Literatur- und Quellenrecherche sowie Zeitzeugeninterviews sein.

Mögliche Forschungsfragen:
Welche Gewerke wurden in Chemnitz etabliert und was produzierten sie? Gab es Persönlichkeiten, die besonderen Einfluss auf die Stadtentwicklung hatten? In welchen Stadtteilen siedelten sich Unternehmen an? Wo und wie lebten die Menschen – von der Unternehmerfamilie bis zum Arbeiter?