Die Methode der Urbanen Erkundung befasst sich mit subjektiven Raumwahrnehmungen und Bedeutungen. Dieser Ansatz ermöglicht einen Perspektivenwechsel, durch den individuelle Sichtweisen aus verschiedenen zeitlichen Epochen und damit einhergehende räumliche Aneignungsprozesse entdeckt werden. Aber auch die eigene Wahrnehmung der SchülerInnen wird dabei im Fokus stehen.In dieser Methode werden persönliche Vorstellungen und subjektive Bedeutungen industriell geprägter Orte erforscht. Darunter wird zum Beispiel die emotionale Bindung an konkrete Orte verstanden. In einer bewegten Interviewsituation, d.h. es wird während des Gesprächs gemeinsam durch die Stadt gegangen, sollen die SchülerInnen mit ausgewählten BewohnerInnen der Stadt Chemnitz Orte der Industriegeschichte aufsuchen. An diesen Orten sollen z.B. persönliche Geschichten erzählt werden oder alltagsbezogene Informationen nachvollziehbar werden. Die Erzählungen und Zuschreibungen werden mit einem Aufnahmegerät und Fotografien dokumentiert und die Routen per GPS aufgezeichnet.

Mögliche Forschungsfragen:
Welche Vorstellungen werden mit Orten der Industriegeschichte verbunden? Wie werden diese Orte aus unterschiedlichen Perspektiven wahrgenommen? Welche Bedeutung haben diese Orte? Welche Gefühle spielen dabei eine Rolle?