Am 9. Dezember machte sich das Team des Projektes „Industriegeschichte erleben“ bei klarem Himmel und Sonnenschein auf den Weg zum Gelände der ehemaligen Schönherrfabrik. Dort fand zusammen mit den Schülerinnen und Schülern der Walddorfschule und des Chemnitzer Schulmodells die erste Auftaktexkursion statt.

Die Schönherrfabrik

Die Schönherrfabrik

Ganz im Zeichen einer lebendigen Exkursion probierten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Forschungsmethoden aus. Ein Teil der Schüler nutzte analoge Techniken und erkundete mit Hilfe von Karten und Markierungen das Gelände. Die andere Gruppe befasste sich mit der digitalen Methodik und nutzte GPS-Geräte, um ausgewählte Orte aufzusuchen. Unter dem Gesichtspunkt verschiedener Fragestellungen zur heutigen und ehemaligen Struktur der Schönherrfabrik, die das Projektteam im Voraus ausgearbeitet hatte, streiften die Schüler über das Gelände.

Karte des Geländes der Schönherrfabrik

Karte des Geländes der Schönherrfabrik

Die Gruppe mit der analogen Methode begab sich dabei, mittels einer Karte aus den 30er Jahren, auf die Spurensuche und untersuchte die heutigen und historischen Nutzungsstrukturen der Gebäude auf dem Areal. Sowohl mit eigenem Wissen als auch durch Befragungen von Arbeitern und Passanten, lösen die Schülerinnen und Schüler die Aufgaben. Jede Form der Veränderungen und alle Wahrnehmungen von der alten Schönherrfabrik, sollten die Schüler in der historischen Karte vermerken.

Eine der Aufgaben der digitalen Methode

Eine der Aufgaben der digitalen Methode

Die Gruppe, die sich mit der digitalen Spurensuche auseinander setzte, musste zunächst ihre Aufgaben- stellungen per GPS-Gerät suchen. An den verschieden Koordinaten waren kleine Aufgaben hinterlegt, mit Hilfe derer sie ihre Eindrücke und Wahrnehmungen festhalten konnten. Dazu konnten sie Skizzen zeichnen, Photos aufnehmen oder auf ein Audio-Gerät sprechen.

Abschließend fand zusammen mit den Lehrerinnen und Lehrern und den gesamtem Projektteam eine kurze Auswertung der Exkursion statt. Die Ergebnisse, Wahrnehmungen und Kenntnisse der Schüler, die sie bei der Auftaktexkursion gesammelt haben, werden sie durch das gesamte Projekt begleiten und sollen die ersten wichtigen Grundlagen zur Heranführung an die Forschung darstellen. Die Schülerinnen und Schüler lernten auf diese Weise nicht nur einen Teil des umfangreichen Spektrums an Untersuchungsmethoden kennen, sondern erhielten einen ersten persönlichen Zugang zur Industriegeschichte der Stadt Chemnitz. (le)