Das Modul Image und Identität beschäftigte sich in der ersten Modulphase – wie die anderen Module auch – mit dem Brühl, dabei insbesondere mit dem Brühl-Boulevard.
Von der Waldorfschule beschäftigten sich insgesamt vier SchülerInnen mit dem Image und der Identität des Brühls. Es ging darum, herauszufinden, inwieweit alle Generationen von Image- und Identitätskampagnen zu dem Brühl angesprochen werden. Dazu mussten aber zunächst die wissenschaftlichen Grundlagen stimmen: Was bedeutet denn wissenschaftliches Arbeiten und wie erstellt man einen Untersuchungsplan? Und was hat das heutige Leben auf dem Brühl mit der Industriegeschichte Chemnitz zu tun?

Brühl-Boulevard

Brühl-Boulevard

In den ersten Stunden war Theorie angesagt. Wir Lehrenden erläuterten, wie man beim wissenschaftlichen Arbeiten vorgeht, wie man eine Forschungsfrage erstellt und wie man Hintergrundinformationen sammelt. Die mühselige Theorie wurde aber bald von der spaßigen Praxis abgelöst. Es gab mehrere Exkursionen auf den Brühl und wir grenzten nach und nach unsere Untersuchungsgegenstände ein. Eine 2er Gruppe untersuchte ein Video zur Belebung des Brühls namens ‚Sichere dir dein Stück Brühl‘. Die andere 2er Gruppe analysierte ein Video über das Café Brühlaffen. Das allein reichte für ein Ergebnis aber nicht aus und so führten die SchülerInnen noch Interviews mit PassantInnen auf dem Brühl durch. Zunächst wurden die Videos gezeigt und danach wurden die zu Interviewenden anhand eines Interviewleitfadens befragt. Diese Interviews wurden dann transkribiert und schlussendlich hatten wir alle notwendigen Daten beisammen. Doch wie sollen diese nun in einer App umgesetzt werden? Die SchülerInnen erstellten kleine Präsentationen, die dann in der App zu sehen sind.

bestrickte Laterne auf dem Brühl

bestrickte Laterne auf dem Brühl

Graffiti auf dem Brühl

Graffiti auf dem Brühl

Mit dem Chemnitzer Schulmodell gingen wir der Frage nach, ob auf dem Brühl eine künstlerische Verwirklichung möglich sei. Auch hier wurde zunächst die Theorie in Vordergrund gestellt und den SchülerInnen das wissenschaftliche Arbeiten näher gebracht. Dann wurde es gleich Ernst: Was bedeutet denn Kunst? Mit Kameras bewaffnet, flanierten die SchülerInnen auf dem Brühlboulevard und fotographierten, was sie als Kunst ansahen – und dabei kam allerhand heraus.

Danach mussten die SchülerInnen noch mutiger werden und PassantInnen zu ihren Bildern befragen. Das Ergebnis sind kleine Filmchen, bei denen jeweils ein Bild im Mittelpunkt steht und Zitate und O-Töne miteinfließen. Und ist eine künstlerische Verwirklichung auf dem Brühl möglich? Das verrät dann die App.