Erneut arbeitete das Chemnitzer Schulmodell und die TU-Chemnitz mit dem Denkwerkprojekt ‚Industriegeschichte Erleben‘ zusammen. Nachdem in der ersten Phase vor allem die Untersuchungsmethodik und die Strukturanalyse des Raumes im Brühlgebiet im Vordergrund standen, wurde dies als Basis für die zweite Phase vorausgesetzt.
Die Schülerinnen und Schüler hatten nun die Aufgabe die bereits bestehenede Kartierung für die spätere App zu betonen. Ziel ist es, dass man bei einer Wanderung durch den Brühl und der Nutzung der App, an einem vorgeschriebenen GPS-Punkt nicht nur Daten und Informationen visuell betrachten kann, sondern diese auch von den Schülerinnen und Schülern akustisch aufgefrischt werden. So sollen später nicht nur Texte zu hören sein, sondern passend zum jeweiligen Raum ein eintsprechendes Geräusch. Bei einem Gebäude im Sanierungszustand werden daher z.B. Tongeräusche von Baumaschinen zu hören sein.


Die Studenten des Teams hatten insgesamt vier Termine im CSM um dieses Vorhaben aus der Planung in die Realität entsprechend umzusetzen.
Nachdem der Schulstreik am 24.03. die Planung zurückwarf, wurde am 31.03. dafür umso zielstrebiger am Projekt gearbeitet, um die verlorene Zeit aufzuholen. Die Idee wurde den Schülern erklärt und dabei mit großer Begeisterung angenommen. Außerdem wurden die vorherigen Schritte, wie der Untersuchungsplan oder Karteninterpretationen nocheinmal wiederholt, um das Hintergrundwissen nach den langen Winterferien der Schüler wieder aufzufrischen. Es wurde außerdem zusammen erörtert wie wir Geräusche als Datenmaterial gewinnen können und wo wir diese aufnehmen könnten. Die Schüler waren hierbei sehr einfallsreich und konnten sich ihrer Fantasie bedienen. Der momentane Leerstand des Brühls, sollte demnach mit einer knarrenden Tür, zirrpenden Grillen, knackenden Ästen oder tropfenden Wasserhähnen vertont werden. Doch auch andere Kategorien der Kartierung hatten ähnlich fantasievolle Ideen der Umsetzung und Gestaltung.

Kartierungs-Karte aus der ersten Phase

Ergebnis der Nutzung-Kartierung auf dem Brühl

Am 14.04., dem zweiten Termin mit dem CSM, knüpften wir an diese Arbeit an. Das Ziel war es herauszufiltern, wie sich die bisher ausgearbeiteten Ideen praktisch in der fußläufigen Umgebung des CSM Gebäudes umsetzen lassen. Eine Routenplanung war schnell angefertigt und viele qualitativ hochwertige Ergebnisse konnten nach einer kurzen Einweisung in das Aufnahmegerät erfolgreich erzielt werden. Die Schülerinnen und Schüler mussten hierbei erfinderisch sein und viele ihrer bisherigen Ideen improvisieren. Insbesondere die Aufnahme von tropfenden Wasser stellte sich als Herausforderung dar, sowie das Darstellen von Restaurant- und Cafészenen in der leeren Mensa der Schule, welche jedoch durch etwas Übung und Ideenreichtum ebenfalls gemeistert werden konnte. Die Geräuschdaten werden nun vom Team entsprechend evaluiert und in die App eingepflegt.
Am letzten Termin, dem 21.04. arbeiteten die Schüler erneut an der Aufnahme von Klängen. Doch diesmal war es ihre eigene Stimme, welche für das Einsprechen historischer Texte benötigt wurde. Die Schüler begannen die vorgegebenen wissenschaftlichen Texte in eigener verständlicherer Sprache umzuschreiben, wobei auch hier zahlreiche Ideen einflossen, wie daraus Dialoge entstehen und belebt gestaltet werden könnten.

Es darf deshalb mit Spannung die Integration unserer Arbeit und die Finalisierung der App erwartet werden.