Chemnitzer Industriegeschichte in einer App verpackt – SchülerInnen stellen bisherige Arbeit vor

Am 1. Juli 2015 findet von 18 bis 20 Uhr in den Räumlichkeiten des Chemnitzer Schulmodells die Jahreskonferenz des Denkwerk-Projektes ‚Industriegeschichte erleben‘ statt. Anhand kurzer Präsentationen der Schülerinnen und Schüler sowie einer Plakat-Ausstellung und der Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch mit den Projekt-Verantwortlichen soll auf das bisher Erreichte zurückgeschaut und eine Vorschau auf die App gegeben werden.

Poster Jahreskonferenz

Poster Jahreskonferenz

Was ist das Denkwerk-Projekt ‚Industriegeschichte erleben‘?

Die Industrialisierung Europas prägte die Entwicklung von Städten wie Chemnitz nachhaltig. Das Denkwerk-Projekt ‘Industriegeschichte erleben’ arbeitet seit nun fast einem Jahr die Bedeutungen der industriellen Epoche – in Vergangenheit und in Gegenwart – für die Stadt Chemnitz heraus. Der Begriff der Industriegeschichte wird dabei weit gefasst, ausgehend von der Industrialisierung der Stadt Chemnitz, über die Entwicklungen während des Sozialismus gefolgt vom Strukturwandel der 1990er Jahre bis in die heutige Zeit, in der bauliche Strukturen des Industriezeitalters häufig eine Neubewertung erfahren. Das Wechselspiel der industriellen Entwicklungsphasen und ihren Auswirkungen auf die Stadtentwicklung und die Menschen, die in ihr leb(t)en, ist dabei von besonderem Interesse.

Ziel des Projektes ist es, eine App zu erstellen, mit der interaktive Stadtrundgänge durch Chemnitz selbst erlebt werden können. Dabei werden ortsgebundene Informationen zu Schauplätzen der Industriegeschichte zugänglich gemacht, die in einem Spaziergang erkundet werden können. Eine Kooperation mit dem Sächsischen Industriemuseum ermöglicht die nachhaltige Nutzung der App.

Die SchülerInnen der kooperierenden Schulen (Waldorfschule und Chemnitzer Schulmodell) werden durch WissenschaftlerInnen der Institute für Europäische Studien und Europäische Geschichte angeleitet, verschiedene Phasen der Industriegeschichte der Stadt Chemnitz zu erforschen. Dabei werden besonders wissenschaftliche Methoden der Geographie und der Geschichte angewendet. Die vier angewendeten Methoden sind: Historische Spurensuche, Urbane Erkundungen, Geographische Strukturanalyse und Diskurs- / Medienanalyse. Die erarbeiteten Ergebnisse fließen später graphisch, textlich, audiovisuell und spielerisch in die Entwicklung der App ein.

Weitere Informationen:
Pressemitteilung der Uni-Seite vom 11.12.2014