Das achte und letzte Denkwerksymposium ist am Samstag, dem 5. März in Stuttgart zu Ende gegangen. Auch wir waren mit Doreen Taubert (Lehrerin), Victoria Laufer und Wolfgang Stampe (studentische MitarbeiterInnen) vor Ort. Es waren zwei sehr informative und produktive Tage bei der Robert-Bosch-Stiftung.

Am Freitag, den 4. März, wurden insgesamt sieben Vorträge gehalten, die je ein Denkwerk-Projekt vorstellten, meist von SchülerInnen vorgetragen. Dies eröffnete einen interessanten Einblick in die Arbeit der anderen Universitäten bzw. Schulen. Alle anderen anwesenden Denkwerk-Projekte wurden mittels eines Posters vorgestellt. Auch diese Poster verdeutlichten die Vielfalt der Projekte innerhalb des Denkwerks.

Posterwand verschiedener Denkwerk-Projekte

Posterwand verschiedener Denkwerk-Projekte

Die Poster, die von SchülerInnen gestaltet wurden, nahmen automatisch an einem Poster-Wettbewerb teil. Unser Poster war nicht dabei, da es von wissenschaftlichen MitarbeiterInnen erarbeitet wurde. Alle Vorstellungen und Rückmeldungen zu den Projekten waren durchweg positiv.

Nach den Präsentationen konnte man an einem von der Robert-Bosch-Stiftung organisierten Rahmenprogramm teilnehmen. Unser Team entschied sich für eine spannende Ausstellung zum Thema Jazz ‚I Got Rythm. Kunst und Jazz seit 1920.‘ Das brachte eine notwendige Abwechslung und lockerte die Stimmung auf.
Beim anschließenden Abendbrot wurde ein informeller Austausch der verschiedenen Denkwerk-Projekte ermöglicht, indem es eine zufällige Zuweisung an die Tische zum Essen gab. Nach einem kurzen Small-Talk-Austausch – wer seid ihr und was war euer Projekt? – wurden auch Punkte angesprochen, die nicht immer reibungslos verliefen. Oftmals wurden das Zeitmanagement sowie die Koordination zwischen Schule und Universität genannt.

Am Samstag, den 5. März, begann das Symposium mit einer Fishbowl-Diskussion. Dadurch ergab sich ein guter Austausch zu den Chancen, Hürden und Möglichkeiten der Denkwerk-Projekte. Hier wurde deutlich, dass alle Projekte in Zusammenarbeit mit Gymnasien veranstalten wurden. Es kam die Frage auf, was mit anderen Schulformen sei, für die solch eine Förderung ebenso gewinnbringend wäre? Ein Statement eines Lehrers aus Nürnberg verdeutlichte diese Problematik. Dies wurde erfolgreich in den nächsten Part, die Workshop-Phase, integriert.

Workshop-Präsentation Part I

Workshop-Präsentation Part I

Insgesamt wurden fünf Workshops angeboten: (1) Projektphasen – Erfolgsfaktoren & Stolpersteine, (2) Denkwerks bildungspolitische Botschaft, (3) Vademe cum Denkwerk, (4) Orientierungshelfer Denkwerk und (5) Joker. In dem letztgenannten Joker-Workshop konnte auf das Thema der unterprivilegierten SchülerInnen und deren Kontaktmöglichkeit zur Wissenschaft eingegangen werden. Unter der Fragestellung, welche Erweiterung des Denkwerk-Konzepts nötig bzw. gut wäre, wurden durchweg folgende Punkte benannt: Wissenschaftzugang nicht nur für GymnasiastInnen, Sozialkompetenzen und Selbstwahrnehmung der SchülerInnen verbessern, Abbau von Hierarchien und Sprachbarrieren zwischen akademischen ProjektteilnehmerInnen und SchülerInnen fördern. Victoria fasst das Symposium folgendermaßen zusammen: „Ich denke, dass die Robert-Bosch-Stiftung auf erfolgreiche zehn Jahre blicken kann. Dennoch wünsche ich mir für eine weitere Denkwerk-Phase einen weiteren Blick über den Tellerrand hinaus.“

Workshop-Präsentation Part II

Workshop-Präsentation Part II

Alle TeilnehmerInnen beteiligten sich an den Vorträgen und Workshops und so kam es zu einer gelungenen Zusammenfassung, wie Kooperationsprojekte zwischen Schulen und Forschungseinrichtungen angegangen und durchgeführt werden sollten und könnten. Laut der Webseite des Denkwerks werden die Ergebnisse aus den Workshops in eine Broschüre einfließen, die möglichen MacherInnen solcher Projekte an die Hand gegeben werden kann. Mit diesem neuen Input starten wir, das Projekt ‚Industriegeschichte erleben‘, in die letzte heiße Phase. Danke an die MacherInnen sowie alle TeilnehmerInnen des Symposiums.