Das beschreibt in kurzen Worten unseren Einstieg in die Projektwoche an der Waldorfschule. Ausgestattet mit allerhand Material und Motivation starteten wir montags mit einer Einführung in den Sozialismus und sozialistischen Städtebau – Themen die uns die ganze Woche begleiten sollten. Und Themen, von denen die SchülerInnen noch nicht allzu viel wussten. Mithilfe einer Gruppenarbeit, dem ein oder anderen Smartphone samt Wikipedia-Artikel, und tatkräftiger Unterstützung der Jun.-Prof. Dr. Birgit Glorius sowie aller studentischer Hilfskräfte und Lehrer_innen verschafften sich die Schüler_innen einen Überblick. So ging es die Woche über weiter und gemeinsam behandelten wir die Zeit des Sozialismus und des sozialistischen Städtebaus, seine Bedeutung für Chemnitz sowie im speziellen eine Analyse des ‚Conti-Lochs‘.

Spaß bei der Gruppenarbeit

SchülerInnen bei der Gruppenarbeit

Ging es Montag noch um eine grobe Einführung und Wissensabfrage samt einer Exkursion in das Schloßbergmuseum, begann am Dienstag die inhaltliche Arbeit: Am Vormittag gab es eine Gruppenarbeit über das ‚Conti-Loch‘, anhand dessen wir über den Sozialismus und den sozialistischen Städtebau sowie deren Bedeutung für Chemnitz reden wollten. Eigentlich fast alle SchülerInnen konnten mit dem Begriff etwas anfangen und so diskutierten wir über die jetzige Nutzung, was das Conti-Loch früher war und was das Conti-Loch an sich für Chemnitz bedeuten könnte.

Feldforschung: historische Fotosafari

Feldforschung: historische Fotosafari

Am Nachmittag gingen wir dann ins Feld, wie es so schön heißt. Anhand von Eigen- und Fremdwahrnehmung sowie einer historischen Fotosafari wollten wir herausfinden, was die Chemnitzer Bevölkerung über ihr Conti-Loch denkt. Die Ergebnisse waren jedoch nicht einheitlich. Auffällig war, dass junge Menschen (18-25 Jahre) weniger über das Conti-Loch wussten, genauso Zugezogene.

Die ältere Bevölkerung (vornehmlich ab 65 Jahre) war dankbar, dass an der Uni und mit SchülerInnen das Conti-Loch näher betrachtet wird und erzählten ihre persönlichen Geschichten. Diese Ergebnisse werteten wir mittwochs zusammen aus und analysierten Zeitungsartikel – im Endeffekt entstand ein Zeitstrahl über die Entstehung des Conti-Lochs.

Zeitstrahl über Entstehung des Conti-Loch

Zeitstrahl zur Entstehung des Conti-Lochs

Am Donnerstag hatten die SchülerInnen den anstrengendsten Tag vor sich: Textarbeit – und das nicht gerade wenig. Zwei studentische Hilfskräfte hatten im Vorab der Projektwoche Interviews geführt, zum einem mit einem Historiker und zum anderen mit einem Chemnitzer, der zudem bei der Stadt tätig ist. Die SchülerInnen hatten die Aufgabe die Interviews immer hinsichtlich eines Themenbereichs zu analysieren und im Endeffekt die Aussagen zu vergleichen. Das zog sich in die Länge. Doch die SchülerInnen erarbeiteten die Ergebnisse und zeigten sich neugierig, wie die Wahrnehmung auf das Conti-Loch so unterschiedlich sein kann. Freitags erarbeiteten die Schülergruppen eine Abschlusspräsentation, die sie am Nachmittag dann auch vorstellten.

Die Projektwoche war definitiv eine runde Sache – jetzt müssen die Ergebnisse nur noch in unsere App eingebaut werden. An Ideen fehlt es nicht. Wir danken den SchülerInnen für ihre Mitarbeit und freuen uns, den einen oder die andere bei der Abschlusskonferenz wiederzusehen.